Leitfäden für chirurgische Retraktoren
Was ist der Leyla Retractor? Geschichte, Anwendung, Montage & vollständiger Leitfaden
Geprüft vonTechnisches Team von Retractor Maker· Aktualisiert

Ein Leyla Retractor ist ein flexibles, am Tisch montiertes, selbsthaltendes neurochirurgisches Retraktorsystem, das zur stabilen, freihändigen Retraktion von Hirngewebe eingesetzt wird während
Ein Leyla Retractor ist ein flexibles, am Tisch montiertes, selbsthaltendes neurochirurgisches Retraktorsystem, das zur stabilen, freihändigen Retraktion von Hirngewebe bei kranialen und mikrochirurgischen Eingriffen dient. Durch die direkte Verankerung an den Seitenschienen des Operationstisches oder an starren Kopfhalterungen mittels einer speziellen Haltestange entlastet es die Wundränder von manuellem Gewicht, hält eine Niederdruck-Gewebeverdrängung aufrecht und eliminiert das Handzittern von Assistenten bei diffizilen Mikrodissektionen.
Was ist der Leyla Retractor?
Der Leyla Retractor ist ein spezialisiertes Hirnretraktorsystem, das gezielt für empfindliche intrakranielle, vaskuläre und Schädelbasis-Eingriffe entwickelt wurde. Im Gegensatz zu starren Rahmensystemen, die den gesamten Kopf umschließen, nutzt die Leyla-Plattform einen oder zwei mehrgelenkige, flexible Arme, die an einer zentralen Haltesäule montiert sind.
Jeder flexible Arm besteht aus miteinander verbundenen Kugelgelenken, die durch ein internes Spannkabel gesteuert werden. Wenn das Spannrad an der Basis des Arms gelockert wird, gleitet der Arm reibungslos in jede Richtung; festgezogen arretiert er zu einer starren Stützbrücke. Ausgestattet mit flachen Hirnspatelhaltern ermöglicht diese Konfiguration Neurochirurgen, kortikales Gewebe zurückzuhalten, Zugang zu engen Sulci zu erhalten und freie Sichtlinien unter Operationsmikroskopen zu wahren.

Geschichte des Leyla Retractors
Die frühe neurochirurgische Hirnretraktion beruhte fast ausschließlich auf manuellen Spateln, die von chirurgischen Assistenten gehalten wurden. Diese Technik barg inhärente klinische Risiken: Ermüdung der Hände der Assistenten bei langen Operationen, Mikrozittern und plötzliche Druckschwankungen konnten leicht lokalisierte Kontusionen, Hirnödeme oder kortikale Ischämien verursachen.
Um diese physischen Einschränkungen zu überwinden, entwickelten Pioniere der Neurochirurgie tischverankerte, selbsthaltende Systeme. Das Leyla-System stellte einen bedeutenden Designfortschritt dar, indem es schlangenähnliche, flexible Friktionsarme einführte. Anstatt Chirurgen zu zwingen, um feste quadratische Rahmen oder starre Verlängerungsstangen herumzuarbeiten, bot der flexible Arm variable Positionierungswinkel, die sofort mit einem einzigen Bedienknopf arretiert oder angepasst werden konnten.
Dr. M. Gazi Yasargil und der Leyla Retractor
Dr. M. Gazi Yasargil, der weithin als Vater der modernen Mikroneurochirurgie gilt, spielte eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung mikrochirurgischer Techniken und half dabei, den Einsatz flexibler, selbsthaltender Hirnretraktorsysteme wie den Leyla Retractor zu popularisieren.

Während seiner Tätigkeit an der Universität Zürich in den späten 1960er und 1970er Jahren integrierte Dr. Yasargil Operationsmikroskope mit hoher Vergrößerung, Mikroinstrumente und schonende Gewebehandhabung in die Hirnchirurgie. Er erkannte, dass mikrovaskuläres Clipping und tiefe Tumorresektionen eine kontinuierliche Niederdruck-Exposition ohne Behinderung erforderten. Seine klinische Anwendung, Verfeinerung und Förderung flexibler, tischmontierter Hirnretraktoren etablierte das Leyla-Design als unverzichtbares Werkzeug in mikroneurochirurgischen Abteilungen weltweit.
Warum Neurochirurgen den Leyla Retractor verwenden
Die Mikroneurochirurgie erfordert millimetergenaue Präzision in engen Arbeitskanälen. Neurochirurgen wählen den Leyla Retractor aus fünf Hauptgründen:
Stabile, freihändige Exposition
Einmal arretiert, halten die artikulierten Friktionsarme die Hirnspatel in der exakt benötigten Tiefe und im erforderlichen Winkel. Dies eliminiert manuelles Handzittern und die Ermüdung der Assistenten bei langen Eingriffen.
Multidirektionale Flexibilität
Der schlangenförmige Flexarm lässt sich in jede Richtung biegen, sodass der Spatel in präzisen Winkeln in tiefe chirurgische Korridore eingeführt werden kann, ohne die Mikroskopbeleuchtung oder Mikroinstrumente zu behindern.
Kontrollierte Niederdruck-Retraktion
Durch die Fixierung der Spatel an stabilen Stützarmen werden die physischen Retraktionskräfte gleichmäßig über schützende Neuro-Patties verteilt, was lokale Druckspitzen auf fragile kortikale Strukturen verhindert.
Kompaktes Arbeitsfeldprofil
Das Design mit Einsäulenmontage hält mechanische Klemmen außerhalb des primären Operationsfeldes und maximiert den physischen Freiraum für Absaugkanülen, bipolare Pinzetten und Ultraschallaspiratoren.
Schnelle intraoperative Anpassungen
Chirurgen können das Spannrad des Arms mit einer Hand leicht lösen, einen Spatel verschieben, um eine neue Tumorgrenze oder ein Blutgefäß freizulegen, und den Arm in Sekundenschnelle wieder arretieren.
Erklärung der Hauptkomponenten
Das Verständnis jeder Komponente gewährleistet eine korrekte Montage am Tisch, eine zuverlässige Gelenkarretierung und eine ordnungsgemäße sterile Aufbereitung.
- Fixiersockel für zwei flexible Arme: Der zentrale Montageblock, der einen oder zwei flexible Arme direkt an der Haupt-Haltestange sichert.
- Flexible Arme: Schlangenähnliche, mehrgelenkige Friktionsarme, die um 360 Grad schwenkbar sind, um Hirnspatel präzise zu positionieren.
- Halterungen für flache Hirnspatel: Endständige Montageadapter am Arbeitsende der flexiblen Haltearme.
- Halter für flache Hirnspatel: Klemmköpfe mit Präzisions-Rändelschrauben zur sicheren Fixierung flacher oder biegsamer Hirnspatel.
- Kugelgelenk zur OP-Tisch-Fixierung: Ein Mehrachsen-Gelenkblock, der eine flexible Winkelung der Haltesäule relativ zur Tischschiene ermöglicht.
- Haltestab: Eine massive Edelstahlsäule, welche die Fixierbasis über das Niveau der chirurgischen Abdeckung anhebt.
- Kupplungskopf: Eine hochbelastbare Klemmeinheit zur Arretierung des Haltestabs an Standard-OP-Tisch-Seitenschienen oder Kopfhalterungspfosten.
- Lagerungsbox aus Holz: Ein schützendes Aufbewahrungsetui mit passgenauen Fächern zur Sicherung aller Komponenten während des Transports und der Lagerung.
Systemkomponenten-Übersicht
Die folgende Tabelle beschreibt die Funktion und den Zweck jeder Komponente innerhalb des kompletten Sets:
| Menge | Komponentenname | Technische Funktion & klinischer Zweck |
|---|---|---|
| 1 | Fixierbasis für zwei flexible Arme | Zentraler Block zur Verbindung der Retraktorarme mit der Haupthaltesäule |
| 2 | Flexible Arme | Schlangenartig gegliederte Arme für eine 360-Grad-Positionierung |
| 2 | Halterungen für flache Hirnspatel | Endständige Adapterblöcke zur Verbindung der Arme mit den Spatelhaltern |
| 1 | Kugelgelenk | Mehrachsiges Basisgelenk zur flexiblen Winkelung des Stabs an Tischschienen |
| 1 | Haltestab | Vertikale Edelstahlsäule zur Erhöhung des Systems über die Abdecktücher |
| 1 | Kupplungskopf | Hochbelastbare Klemme zur Sicherung des Haltestabs an Tischseitenschienen |
| 1 | Halter für flache Hirnspatel | Klemmköpfe mit Rändelschraube zur Aufnahme flacher und biegsamer Spatel |
| 1 | Lagerungsbox aus Holz | Passgenaue Organisationsbox für sicheren Transport, Lagerung und Bestandskontrolle |
Einarmiges vs. Doppelarmiges Leyla-Retraktorsystem
Das Leyla-System ist sowohl in einarmigen als auch in doppelarmigen Konfigurationen erhältlich, sodass das OP-Team den Platzbedarf des Systems auf den Eingriff abstimmen kann.
Leyla Einarm-Retraktor
Der einarmige Aufbau verwendet einen flexiblen Arm, der an der Haltestange montiert ist. Er bietet einen kompakten Platzbedarf bei schnellem Aufbau und ist ideal für die gezielte Ein-Punkt-Hirnretraktion bei engen oder Keyhole-Zugängen.

Leyla Doppelarm-Retraktor
Der doppelarmige Aufbau nutzt eine Fixierbasis für zwei Arme, die zwei unabhängige flexible Arme stützt. Diese Konfiguration ermöglicht es Chirurgen, zwei Hirnspatel gleichzeitig zu platzieren, was eine Mehrpunkt-Gewebetraktion über verschiedene anatomische Ebenen hinweg ermöglicht.

Vergleichstabelle der Konfigurationen
| Merkmalskategorie | Leyla Einarm-Retraktor | Leyla Doppelarm-Retraktor |
|---|---|---|
| Anzahl der flexiblen Arme | 1 flexibler Arm | 2 unabhängige flexible Arme |
| Retraktionsebenen | Ein-Punkt-Gewebeexposition | Mehr-Ebenen-, Zwei-Punkt-Gewebeexposition |
| Platzbedarf | Minimaler Platzbedarf über Kopf | Breitere Abdeckung über der Kraniotomiestelle |
| Komplexität des Aufbaus | Schnelle Montage unter 2 Minuten | Standardmontage unter 4 Minuten |
| Beste Anwendung | Fokussierte Kraniotomien, MVD, Keyhole-Zugänge | Tiefe Tumorresektionen, komplexe Schädelbasiszugänge |
| Operationsraum | Ungehinderter einseitiger Zugang | Beidseitige Exposition um tiefe Läsionen |
| Typische Anwender | Ambulante OP-Zentren & spezialisierte OP-Säle | Neurochirurgische OP-Säle in Schwerpunktkrankenhäusern |
Funktionsweise des flexiblen Armsystems
Der Kern des Leyla-Systems basiert auf einem internen Spannkabel, das durch eine Reihe präzisionsgefertigter Kugelgelenksegmente aus Edelstahl verläuft.
- Entspannter Zustand: Wenn der Spannknopf am proximalen Ende gelöst wird, lässt die Spannung des internen Kabels nach. Die einzelnen Kugelsegmente lassen sich frei gegeneinander schwenken, sodass der Chirurg den Arm in jede beliebige Kurve oder Trajektorie formen kann.
- Verriegelter Zustand: Durch Drehen des Spannknopfs im Uhrzeigersinn wird das interne Kabel gestrafft. Dies zieht die Kugelgelenke unter mechanischer Kompression zusammen und verwandelt die Gliederkette in einen starren Stützbalken.
- Friktionskontrolle: Chirurgen können eine Teilspannung anlegen, um den Arm reibungsgeführt zu lassen. Dies ermöglicht es ihnen, die Position des Spatels mit einer Hand zu korrigieren, während sie mit der anderen Mikrodissektionsinstrumente halten.
Schritt-für-Schritt-Montage des Leyla Retractor
Eine ordnungsgemäße Montage gewährleistet die strukturelle Stabilität und wahrt die sterile Abdeckgrenze. Befolgen Sie diese Sequenz beim Aufbau des Systems im Operationssaal:

Schritt 1: Vorbereitung des Operationstisches
Stellen Sie sicher, dass der Kopf des Patienten in einer starren Schädelklemme oder Kopfstütze immobilisiert ist. Überprüfen Sie, ob die Seitenschiene des Operationstisches nahe der Kraniotomiestelle frei von Falten der Abdeckung und Gerätekabeln ist.
Schritt 2: Installation des Kupplungskopfes und des Kugelgelenks
Befestigen Sie die Kupplungskopfklemme an der Tischseitenschiene. Setzen Sie das Kugelgelenk in den Kupplungskopf ein und ziehen Sie die Basisschraube fest, bis sie die Schiene fest umschließt.
Schritt 3: Anbringen der Haltestange
Führen Sie die massive Haltestange in den Block des Kugelgelenks ein. Winkeln Sie die Stange so an, dass sie vertikal über der Schulter des Patienten und außerhalb des Sterilbereichs verläuft, und verriegeln Sie dann das Basisgelenk sicher.
Schritt 4: Installation der Fixationsbasis
Schieben Sie die Fixationsbasis auf den oberen Abschnitt der Haltestange. Positionieren Sie diese in einer Höhe, die eine ungehinderte Bewegung über der Kraniotomiestelle ermöglicht, und ziehen Sie den Feststellknopf fest.
Schritt 5: Anschluss der flexiblen Arme
Schrauben Sie das proximale Ende eines oder zweier flexibler Arme in die Gewindeanschlüsse der Fixationsbasis. Vergewissern Sie sich, dass die zentralen Spannräder gelockert sind, damit sich die Arme frei bewegen können.
Schritt 6: Anbringen der Spatelhalter
Montieren Sie die Spatelstützen und Spatelhalterköpfe an den distalen Spitzen der flexiblen Arme. Ziehen Sie die terminalen Verbindungsschrauben fest.
Schritt 7: Installation der Hirnspatel
Schieben Sie den flachen Schaft eines ausgewählten Hirnspatels aus Edelstahl oder eines biegsamen Hirnspatels in den Kanal des Spatelhalters. Ziehen Sie die Präzisions-Rändelschraube handfest an, bis der Spatel fest sitzt.
Schritt 8: Positionierung des Retraktors
Führen Sie die Spatelspitze vorsichtig in den Kraniotomiekanal ein und platzieren Sie sie behutsam gegen ein schützendes, in Kochsalzlösung getränktes Cottonoid (Neuro-Pattie), das den Kortex bedeckt.
Schritt 9: Letzte Anpassungen vornehmen
Üben Sie den erforderlichen Geweberetraktionsdruck aus. Während Sie den Druck auf den Spatel aufrechterhalten, drehen Sie das proximale Spannrad im Uhrzeigersinn, um alle Armgelenke fest zu arretieren.
Schritt 10: Abschließende Sicherheitsprüfung
Überprüfen Sie jeden Verbindungspunkt von der Tischschienenklemme bis zur Spatel-Rändelschraube. Bestätigen Sie, dass der Arm vollständig starr ist, dass keine Metallteile direkt auf nicht abgedeckte Haut drücken und dass die Geweberetraktionskraft sanft und gleichmäßig bleibt.
Zusammenfassung der Montagesequenz
Die folgende Tabelle skizziert die Vorbereitungsphasen und Sicherheitskontrollpunkte für den Aufbau des Retraktors:
| Schritt | Aktion | Hauptkomponente | Kritischer Sicherheitskontrollpunkt |
|---|---|---|---|
| 1 | Einrichtung der Tischschiene | Montagebereich der Seitenschiene | Abdecktücher aus dem Bereich der Klemmenmontage entfernen |
| 2 | Basisschienen-Anker | Kupplungskopf & Kugelgelenk | Spielfreien Sitz an der OP-Tisch-Seitenschiene bestätigen |
| 3 | Vertikale Höhenverstellung | Starrer Haltestab | Säule außerhalb des Mikroskop-Verfahrwegs positionieren |
| 4 | Rahmenhalterung | Fixierbasis | Höhenabstand über dem Kraniotomie-Areal verifizieren |
| 5 | Armbefestigung | Flexibler Arm / Flexible Arme | Glatte Gängigkeit der internen Spannräder sicherstellen |
| 6 | Vorbereitung der Arbeitsspitze | Spatelhalter | Festen Sitz der Abschlussschrauben bestätigen |
| 7 | Spatelinsertion | Flache/Malleable Spatula | Rändelschraube am Spatelschaft fest anziehen |
| 8 | Gewebeadaptation | Hirnspatel & Patties | Spatelspitze auf schützenden Cottonoids platzieren |
| 9 | Mechanische Arretierung | Spannungskontrollrad | Arm vollständig arretieren, sobald die Zieltiefe erreicht ist |
| 10 | Präoperative Prüfung | Komplettes Montageset | Festigkeit von der Schienenklemme bis zum Spatel erneut prüfen |
Chirurgische Anwendungen und Fachgebiete
Der Leyla-Retraktor wird bei mehreren bedeutenden neurochirurgischen Eingriffen eingesetzt:
| Chirurgischer Eingriff | Zugangsweg | Retraktionsfokus |
|---|---|---|
| Gliom- / Meningeomresektion | Konvexitäts- / subtemporale Kraniotomie | Hält den Kortex zurück, um Tumorgrenzen freizulegen |
| Clipping von zerebralen Aneurysmen | Pterionaler / Keyhole-Zugang | Retrahiert Frontal- oder Temporallappen sicher |
| Mikrovaskuläre Dekompression (MVD) | Retrosigmoidale Kraniektomie | Verdrängt die Kleinhirnhemisphäre sanft |
| Entfernung von Schädelbasisläsionen | Transbasale / petroklivale Route | Erhält den Zugang um die Hirnnerven aufrecht |
| Pädiatrische Neurochirurgie | Kleine, gezielte Kraniotomie | Übt feine Mikro-Retraktionskräfte aus |
Primäre chirurgische Fachgebiete:
- Neuroonkologie: Hält gesundes Gewebe bei tief sitzenden Gliom- und Meningeomresektionen sanft zurück.
- Zerebrovaskuläre Chirurgie: Bietet eine stabile, verschiebungsfreie Darstellung des Circulus Willisi während des arteriellen Clippings und AVM-Rekonstruktionen.
- Schädelbasischirurgie: Erhält enge Zugangskorridore um Hirnnerven, Blutgefäße und den Hirnstamm aufrecht.
- Pädiatrische Neurochirurgie: Bietet präzise, auf kleine anatomische Räume und empfindliches pädiatrisches Gewebe zugeschnittene Mikro-Retraktion.
- Mikrochirurgie der Wirbelsäule: Unterstützt bei posterioren zervikalen und thorakalen intraduralen Tumorentfernungen.
Vorteile des Leyla-Retraktors
- Händefreie Gewebestabilität: Hält Hirnspatel kontinuierlich in der Zieltiefe und eliminiert das Handzittern des Assistenten.
- Unendliche multi-axiale Artikulation: Flexible Gliederketten lassen sich um komplexe Abdeckungen und tiefe chirurgische Kanäle biegen.
- Reduziertes Gewebetrauma: Verteilt physische Retraktionskräfte gleichmäßig über schützende Patties und verhindert lokale Gewebekontusionen.
- Verbesserte Ergonomie für den Chirurgen: Hält mechanische Klemmen niedrig und außerhalb der Sichtlinie unter Operationsmikroskopen.
- Langlebige Konstruktion: Hergestellt aus chirurgischem Edelstahl, um wiederholtem Waschen und Hochtemperatur-Dampfautoklavierung standzuhalten.
Reinigung, Pflege und Sterilisation
Fachgerechte Aufbereitung schützt empfindliche Gelenkkabel und verlängert die Lebensdauer der Instrumente:
- Unmittelbares Abspülen nach der OP: Spülen Sie die Gelenkarmsegmente sofort nach Gebrauch mit einem pH-neutralen Enzymreiniger ab, um zu verhindern, dass Blut und Gewebe in den Kugelpfannen antrocknen.
- Reinigung im Ultraschallbad: Reinigen Sie demontierte Flex-Arme, Haltestäbe und Spatelklemmen in einem Ultraschallbad, um Rückstände aus Innengewinden und Kabelkanälen zu entfernen.
- Inspektion & Schmierung: Überprüfen Sie, ob sich die Spanngriffe leichtgängig drehen lassen. Tragen Sie vor dem Autoklavieren ein wasserlösliches chirurgisches Instrumentenschmiermittel auf die Gelenkglieder und Gewindeverbindungen auf.
- Dampfsterilisation: Bereiten Sie Metallkomponenten in perforierten Sterilisationssieben unter Verwendung von Vorvakuum-Dampfzyklen auf (134 °C bzw. 273 °F für 4 bis 5 Minuten). Lagern Sie die Arme während des Autoklavierens in einem entriegelten, entspannten Zustand, um die Elastizität der internen Kabel zu erhalten. Hinweis: Die Holzkiste dient nur der Aufbewahrung und darf nicht autoklaviert werden.
Wahl der richtigen Leyla Retractor Konfiguration
Die Wahl des richtigen Setups hängt vom chirurgischen Fallmix Ihres Operationssaals ab:
- Wählen Sie das Einarm-Setup: Für ambulante OP-Zentren, gezielte Keyhole-Zugänge oder mikrovaskuläre Dekompressionen, die eine Ein-Punkt-Retraktion erfordern.
- Wählen Sie das Doppelarm-Setup: Für große Krankenhaus-OP-Abteilungen, die tiefe Tumoresektionen, komplexe Schädelbasiszugänge oder Gefäßchirurgie durchführen, die eine Mehrpunkt-Geweberetraktion erfordern.
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Fazit
Der Leyla Retractor bleibt ein unverzichtbares, hochgradig anpassungsfähiges Hirn-Retraktorsystem in der modernen Mikroneurochirurgie. Durch die Befestigung flexibler, mehrgelenkiger Friktionsarme an tischfixierten Haltestäben ermöglicht er eine stabile, druckarme Exposition des kortikalen Gewebes und verhindert gleichzeitig die Ermüdung des Assistenten. Ob bei der Wahl eines Einarm-Sets für fokussierte Keyhole-Zugänge oder einer Doppelarm-Konfiguration für komplexe Schädelbasis-Eingriffe – OP-Teams verlassen sich auf die Präzision, Flexibilität und die langlebige Edelstahlkonstruktion des Systems.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Leyla Retractor?
Ein Leyla Retractor ist ein flexibles, selbsthaltendes neurochirurgisches Hirn-Retraktorsystem, das an den Schienen des Operationstisches festgeklemmt wird, um eine stabile, freihändige Geweberetraktion während Hirnoperationen zu gewährleisten.
Wofür wird der Leyla Retractor verwendet?
Er wird verwendet, um kortikales Gewebe bei Hirntumoresektionen, dem Clipping von zerebralen Aneurysmen, mikrovaskulären Dekompressionen (MVD), Schädelbasiseingriffen und pädiatrischen Neurochirurgien sicher zurückzuhalten.
Was ist die Geschichte des Leyla Retractor?
Er wurde entwickelt, um manuelle Spatel zu ersetzen, die von chirurgischen Assistenten gehalten wurden, wodurch Handtremor und Ermüdung der Assistenten eliminiert wurden. Durch die wegweisende mikroneurochirurgische Arbeit von Dr. M. Gazi Yasargil erlangte er weltweite Verbreitung.
Wer ist Dr. M. Gazi Yasargil?
Dr. M. Gazi Yasargil gilt weithin als der Vater der modernen Mikroneurochirurgie. Seine Arbeit in Zürich half dabei, den Einsatz von Operationsmikroskopen und flexiblen, selbsthaltenden Hirn-Retraktoren wie dem Leyla-System zu popularisieren.
Wie wird der Leyla Retractor montiert?
Die Montage erfolgt durch Anbringen eines Kopplungskopfes und eines Kugelgelenks an der Tischseitenschiene, Einsetzen des Haltestabs, Montage der Fixationsbasis, Anbringen der flexiblen Arme und Sichern der Spatelhalter und Hirnspatel.
Was ist der Unterschied zwischen einarmigen und doppelarmigen Leyla Retractors?
Die einarmige Version verwendet einen flexiblen Arm für die fokussierte Ein-Punkt-Retraktion bei Keyhole-Verfahren. Die Doppelarm-Version verwendet zwei unabhängige flexible Arme für die Mehrpunkt-Retraktion bei komplexen Operationen.
Bei welchen Eingriffen wird der Leyla Retractor üblicherweise verwendet?
Zu den gängigen Verfahren gehören Gliomresektionen, das Clipping von zerebralen Aneurysmen, retrosigmoidale Zugänge zur mikrovaskulären Dekompression, die Exzision von Schädelbasistumoren und pädiatrische Kraniotomien.
Ist der Leyla Retractor wiederverwendbar und autoklavierbar?
Ja. Alle Edelstahlkomponenten – einschließlich Arme, Basis, Haltestab und Spatelhalter – sind vollständig wiederverwendbar und mittels Vorvakuum-Dampfzyklen (134 °C bis 273 °F für 4 bis 5 Minuten) autoklavierbar. Die Holzkiste dient nur zur Aufbewahrung.
Können die flexiblen Arme während der Operation neu positioniert werden?
Ja. Der Chirurg kann das proximale Spannglied mit einer Hand leicht lösen, den Flexarm in eine neue Position gleiten lassen und das Spannglied innerhalb von Sekunden wieder arretieren.
Welche Hirnspatel sind mit dem Leyla Retractor kompatibel?
Die Spatelhalter des Systems verfügen über universelle Klemmvorrichtungen, die standardmäßige flache Edelstahlspatel, flexible biegsame Spatel, konkave Spatel sowie Mikro-Spatel aufnehmen.
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