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Leitfäden für chirurgische Retraktoren

Was ist der FK Retractor (Feyh-Kastenbauer) und wie wird er platziert?

Geprüft vonTechnisches Team von Retractor Maker· Aktualisiert

FK RETRACTOR

Das Erreichen eines klaren visuellen und physischen Zugangs zum oberen Aerodigestivtrakt ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der Kopf-

Das Erreichen eines klaren visuellen und physischen Zugangs zum oberen Aerodigestivtrakt ist eine der anspruchsvollsten Herausforderungen in der Kopf- und Halschirurgie. Die anatomischen Korridore der Mundhöhle, des Pharynx und des Larynx sind eng, tief und von empfindlichen Gewebestrukturen begrenzt. Das FK Retractor-System, das auf dem Feyh-Kastenbauer-Konzept des offenen Rahmens basiert, wurde speziell entwickelt, um diese Expositionsherausforderungen zu bewältigen.

Der FK Retractor wurde entwickelt, um die Einschränkungen herkömmlicher tubulärer Laryngoskope hinsichtlich Sichtlinie und Instrumentenführung zu überwinden, und bietet einen offenen, anpassungsfähigen Rahmen. Er spielt eine entscheidende Rolle in der modernen transoralen Roboterchirurgie (TORS), der operativen Mikrochirurgie und bei Laserverfahren an der Zungenbasis, dem Larynx und dem Hypopharynx.

Die korrekte Positionierung und Platzierung dieser selbsthaltenden Retraktorplattform ist entscheidend für die Etablierung eines optimalen Operationsfeldes. Bei korrekter Konfiguration bietet das System eine stabile Geweberetraktion, hält offene Arbeitswinkel für chirurgische Instrumente aufrecht und unterstützt die chirurgische Präzision, während die umgebende Anatomie des Patienten geschützt wird.

FK RETRACTOR WÄHREND DER OPERATION

Intraoperative Ansicht, die zeigt, wie der FK Retractor während eines Kopf-Hals-Eingriffs einen offenen chirurgischen Korridor etabliert.

Was ist der FK Retractor (Feyh-Kastenbauer)?

Der FK Retractor (Feyh-Kastenbauer) ist ein selbsthaltender Laryngo-Pharyngoskop-Retraktor, der auf einem nicht-tubulären Open-Frame-Designkonzept basiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen geschlossenen Laryngoskopen, die Endoskope und Instrumente durch einen engen zylindrischen Kanal zwingen, verwendet das FK-System einen Rahmen mit weiter Apertur, der den operativen Zugangspunkt ohne geschlossene Seitenwände umschließt.

Diese Open-Frame-Architektur bietet eine deutlich breitere Apertur um das Operationsfeld. Durch das Entfernen physischer Seitenbarrieren schafft das System das notwendige räumliche Volumen für die Triangulation mehrerer Instrumente, die Platzierung optischer Optiken und das Manövrieren spezialisierter Handinstrumente oder robotischer Endeffektoren.

Das zentrale Konstruktionsprinzip des Feyh-Kastenbauer-Systems konzentriert sich auf die mehrachsige Verstellbarkeit. Anstatt eine statische oder einebenige Retraktion zu bieten, ermöglicht der Retraktor eine unabhängige Kontrolle über die Blattwinkel (Elevation und Depression) sowie die Blatteinführtiefe (Vorwärts- und Rückwärtsbewegung). Diese Vielseitigkeit ermöglicht es chirurgischen Teams, das Operationsfeld an die variable Anatomie des Patienten in der Mundhöhle, im Oropharynx, an der Zungenbasis, im Larynx und im Hypopharynx anzupassen.

Wofür wird der FK-WO TORS Retractor verwendet?

Die FK-WO TORS Retractor-Konfiguration ist speziell darauf ausgelegt, die chirurgische Exposition bei verschiedenen fortgeschrittenen operativen Modalitäten und anatomischen Regionen innerhalb des oberen Aerodigestivtraktes zu erleichtern. Zu den unterstützten Anwendungen gehören:

  • Transorale Roboterchirurgie (TORS): Schaffung eines weiten Zugangs und Freiraums für mehrere Arme für robotische Endeffektoren und 3D-Endoskope in engen pharyngealen Räumen.
  • Operative Mikrochirurgie: Etablierung direkter, hochvergrößernder Sichtlinien für präzise binokulare mikroskopische Interventionen.
  • Chirurgische Laserverfahren: Bereitstellung eines stabilen, nicht brennbaren Zugangskorridors für Kohlendioxid- ($CO_2$) und andere chirurgische Lasersysteme.
  • Anatomische Exposition des oberen Aerodigestivtraktes: Erleichterung des direkten Zugangs zum Oropharynx, Larynx, Hypopharynx und zum proximalen Ösophaguseingang.
  • Gezieltes Läsionsmanagement: Exposition von Zungenbasisläsionen, Zungengrundmandelgewebe, supraglottischen Strukturen und den Sinus piriformes.
  • Allgemeine Operationen an Mund, Larynx und Pharynx: Unterstützung offener oder endoskopischer Eingriffe, die eine statische Weichteilretraktion erfordern.

Bei Eingriffen mit komplexen robotischen oder konventionellen chirurgischen Instrumenten ist die Aufrechterhaltung eines offenen Arbeitsraums lebenswichtig. Das FK-WO TORS-Setup hilft, Instrumentenkollisionen zu vermeiden, reduziert die Enge an der Eintrittsöffnung und gewährleistet eine stetige Exposition während langwieriger Resektionen.

INTRAOPERATIVE EXPOSITION MIT DEM FK RETRACTOR

Intraoperative Visualisierung, die die weite Arbeitsapertur und den Instrumentenfreiraum demonstriert, die durch das Retraktor-Setup ermöglicht werden.

Hauptmerkmale des FK Retractors

Die Funktionalität des FK Retractors wird durch mehrere mechanische und strukturelle Designelemente bestimmt:

Nicht-tubuläres Rahmendesign

Die weit offene Rahmenkonstruktion ersetzt standardmäßige geschlossene zylindrische Tuben. Diese offene Geometrie eliminiert starre Seitenwände und erweitert sowohl die visuelle Sichtlinie als auch die physischen Eintrittswinkel für chirurgische Instrumente.

Einstellbarer Blattwinkel

Das chirurgische Personal kann den Neigungswinkel des Retraktorblatts feinjustieren und es nach oben oder unten verstellen. Dies ermöglicht eine präzise Elevation oder Depression der Zielweichteile zur Ausrichtung auf die visuelle Achse.

Einstellbare Einführtiefe

Der Blattbefestigungsmechanismus ermöglicht eine kontrollierte Vorwärts- und Rückwärtsbewegung. Diese einstellbare Tiefenkontrolle erlaubt es dem Chirurgen, die distale Spitze des Blattes genau in der erforderlichen anatomischen Tiefe zu positionieren – sei es bei oberflächlichen Arbeiten an der Zungenbasis oder tiefer im Hypopharynx.

Anpassbarer Retraktionsraum

Durch die gleichzeitige Einstellung von Valvenwinkel und Insertionstiefe kann das Operationsteam das Gesamtvolumen des Retraktionsraums entsprechend der physischen Apertur des Patienten und den chirurgischen Anforderungen individuell anpassen.

Flexibler Spannarm

Das System nutzt einen mehrgelenkigen, flexiblen Spannarm, der an einem zentralen Feststellschrauben-Mechanismus verankert ist. Sobald der Retraktor ausgerichtet ist, arretiert der Arm sicher, um während des gesamten Eingriffs eine statische, freihändige Position beizubehalten.

Platz für Roboterinstrumente

Während einer TORS müssen mehrere Roboterarme und eine Optik gleichzeitig in der Mundhöhle agieren. Das offene Rahmendesign bietet den seitlichen Freiraum, der für die Artikulation der Robotergelenke und den Instrumentenfreiraum erforderlich ist.

FK RETRACTOR

FK Retractor (Feyh-Kastenbauer) mit Darstellung der offenen Rahmenkonfiguration und der verstellbaren Retraktionskomponenten.

FK Retractor Komponenten

Der FK Retractor (Feyh-Kastenbauer) wird als umfassendes Set geliefert, das die Basis-Montagevorrichtung, spezialisierte Retraktorvalven, Hilfszubehör, Zahnschutz und Sterilisationscontainer umfasst:

MengeKomponenteAbmessungen / Details
1FK-WO TORS Grundrahmen mit AdapterHauptstrukturrahmen-Baugruppe
1Adapter für FK-WO TORS GrundrahmenMontage-Verbindungsadapter
1Adapter für Tumorfasszange oder AbsaugrohrZusatzinstrumenten-Montageadapter
1LichtclipSeitlicher Kabelanschluss
2WangenhalterGebogenes Profil
1Rauchabsaugrohr4.0 × 170 mm
10 Stk.ZahnschutzLatexfrei, nicht autoklavierbar
1Mandibula-Spatel11 cm
1Larynx-Spatel17 cm, konkav
1ZungenspatelGebogen
1ZungenspatelGebogen, rechts offen
1ZungenspatelGebogen, links offen
1TORS-Spatel nach Weinstein-O’MalleyStandard-TORS-Profil
2Kleiner TORS-Spatel, linksKompakte linksseitige Konfiguration
2Kleiner TORS-Spatel, rechtsKompakte rechtsseitige Konfiguration
1SterilisationscontainerFormeinsatz für FK-WO TORS-Set

FK-Sperrer Spateloptionen

Eine Kernstärke der Feyh-Kastenbauer-Plattform ist die Auswahl an austauschbaren Spateln. Verschiedene Spatelgeometrien werden basierend auf der anatomischen Zielregion und den prozeduralen Zielen ausgewählt:

  • Mandibula-Spatel (11 cm): Konzipiert für die anteriore Anlage am Unterkiefer, um die Verankerung und Balance der Rahmenbaugruppe zu unterstützen.
  • Larynx-Spatel (17 cm, konkav): Verfügt über eine Reichweite von 17 cm mit einem konkaven Profil, das so konstruiert ist, dass es sich den anterioren Larynxstrukturen zur Exposition der Glottis und Subglottis anpasst.
  • Zungenspatel (Standard, links offen, rechts offen): Gebogene Spatel zur Depression des Zungenrückens. Seitlich offene Varianten verfügen über laterale Aussparungen (links oder rechts), um ungehinderte Instrumentenwege entlang der lateralen oralen Korridore zu ermöglichen.
  • Weinstein-O’Malley TORS-Spatel: Anatomisch konturierte Spatel, die speziell entwickelt wurden, um die Zungengrunddepression aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den lateralen Raum für die Bewegung der Roboterwerkzeuge zu maximieren.
  • Kleine TORS-Spatel (links und rechts): Kompakte links- und rechtsseitige TORS-Spatelkonfigurationen, entwickelt für eingeschränkte Mundöffnungen oder die Anatomie von pädiatrischen Patienten bzw. kleineren Erwachsenen.
AM OPERATIONSTISCH MONTIERTER FK-SPERRER

Das montierte FK-Sperrersystem, installiert und positioniert am Operationstisch-Setup.

Wie wird der FK Retractor platziert?

Die Platzierung und Positionierung des FK Retractor erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, anatomische Beurteilung und methodische mechanische Einstellung. Obwohl die exakten Schritte je nach Patientenanatomie und klinischem Ansatz des Operateurs variieren, folgt der allgemeine Platzierungsablauf dieser Sequenz:

  1. Vorbereitung vor der Platzierung: Überprüfen Sie alle Komponenten des Retraktorrahmens, Adapter, Spannarme und ausgewählten Valven, um eine ordnungsgemäße Montage und mechanische Funktion sicherzustellen.
  2. Valvenauswahl: Wählen Sie die geeignete Valvengeometrie (z. B. Mandible-, Laryngeal-, Curved Tongue- oder Weinstein-O’Malley TORS-Valve), die der anatomischen Skalierung des Patienten und der Ziel-Expositionszone entspricht.
  3. Zahnschutz: Bringen Sie latexfreie Zahnschützer über dem oberen Zahnbogen an, um Zähne und Schleimhautgewebe vor direktem Rahmenkontakt zu schützen.
  4. Positionierung des Grundrahmens: Führen Sie die Grundrahmeneinheit in die Mundhöhle ein und platzieren Sie die ausgewählte Valve vorsichtig über dem Zungenrücken oder dem anatomischen Zielpunkt.
  5. Anschluss der Montageadapter: Befestigen Sie die entsprechenden Rahmenadapter, um den Retraktor-Grundrahmen mit der Haltevorrichtung zu verbinden.
  6. Ausrichtung der initialen Exposition: Positionieren Sie den Rahmen so, dass die offene Arbeitsöffnung mit der Sichtachse der Zielstelle (Oropharynx, Zungengrund oder Larynx) übereinstimmt.
  7. Einstellung des Valvenwinkels: Justieren Sie die vertikale Valvenneigung nach oben oder unten, um Weichteilgewebe anzuheben oder zu senken, bis die Zielstruktur deutlich sichtbar ist.
  8. Einstellung der Valveneinführtiefe: Schieben Sie die Valve vor oder zurück, um die korrekte Eindringtiefe innerhalb des Pharynx oder Larynx zu erreichen.
  9. Feineinstellung des Retraktionsraums: Fixieren Sie die optimale Kombination aus Valvenwinkel und Einführtiefe, um einen stabilen, nicht eingeengten Retraktionskorridor zu schaffen.
  10. Fixierung des Spannarms: Positionieren Sie den flexiblen Spannarm, verbinden Sie ihn mit dem Hauptrahmen und ziehen Sie die zentrale Feststellschraube an, um den gesamten Retraktor in einer statischen, selbsthaltenden Position zu arretieren.
  11. Anbringen von Hilfsinstrumenten: Montieren Sie bei Bedarf Zusatzwerkzeuge – wie das Einsetzen des lateralen Lichtclips zur Beleuchtung, das Anbringen gebogener Wangenhalter, um bukkales Gewebe zurückzuhalten, oder das Sichern des 4.0 × 170 mm Rauchabsaugrohrs zur Evakuierung von Rauchgasen.
  12. Abschließende intraoperative Verifizierung: Inspizieren Sie sorgfältig das Operationsfeld, überprüfen Sie die Rahmenstabilität, kontrollieren Sie den Zahnschutz und stellen Sie sicher, dass ausreichend Freiraum für Endoskope, Laserstrahlen oder Roboterinstrumente vorhanden ist, bevor Sie mit der Operation fortfahren.

Hinweis: Die endgültige Platzierung, Valvenauswahl, mechanische Einstellung und intraoperative Anwendung müssen stets der offiziellen Gebrauchsanweisung des Herstellers, den klinischen Protokollen der Einrichtung und dem fachlichen Urteil des operierenden Chirurgen entsprechen.

Wie hilft der FK Retractor bei der TORS?

Die transorale Roboterchirurgie (Trans-Oral Robotic Surgery) stellt besondere mechanische Herausforderungen dar. Robotische Handgelenke benötigen physischen Raum für die Artikulation, und die optische Kamera muss ein klares, ungehindertes Sichtfeld beibehalten, ohne mit Seiteninstrumenten zu kollidieren.

Mechanischer AspektTraditionelles tubuläres LaryngoskopFK Nicht-tubuläres Rahmensystem
Apertur & GeometrieEnger, geschlossener zylindrischer TubusBreiter, offener Umfangsrahmen
Instrumenten-EintrittswinkelBeschränkt auf parallelen, geradlinigen ZugangUnterstützt weitwinklige Multi-Achsen-Instrumententriangulation
Freiraum für RoboterarmeEingeengtes Lumen verhindert die Artikulation der ArmeErweiterte Apertur ermöglicht Bewegung beider Roboterarme
Visueller KorridorEingeschränkte Sicht durch zylindrischen TunnelOffenes Sichtfeld für 3D-Endoskope und direkte Sichtlinie
Exposition des ZielfeldesEnger, fixierter ZielbereichErweitertes, anpassbares Zielfeldvolumen

Der FK-Retraktor unterstützt TORS-Workflows direkt durch:

  • Bereitstellung einer offenen Apertur: Der Verzicht auf Seitenwände ermöglicht den Eintritt von Roboterarmen aus weiteren externen Winkeln.
  • Optimierung des Zugangs zu Zungengrund und Supraglottis: Spezielle Weinstein-O’Malley-Valven flachen den Zungengrund ab und halten ihn nach unten, ohne wertvollen lateralen Arbeitsraum zu beanspruchen.
  • Verbesserung der Darstellung des Sinus piriformis: Mehrachsige Tiefen- und Neigungseinstellungen ermöglichen es chirurgischen Teams, tiefere hypopharyngeale Rezesse zu eröffnen.
  • Reduzierung mechanischer Einengung: Das offene Layout erlaubt die gleichzeitige Platzierung von Roboterwerkzeugen, sekundärer Absaugung und Gewebefasszangen ohne gegenseitige Behinderung.
NAHAUFNAHME DER FK-RETRAKTORVALVE

Nahansicht einer FK-Retraktorvalve, die die distale Kontur hervorhebt, welche für eine kontrollierte Geweberetraktion konzipiert wurde.

FK-Retraktor vs. konventionelles tubuläres Laryngoskop-Konzept

Das Verständnis, wie sich das Open-Frame-Konzept im Vergleich zu Standard-Laryngoskopen verhält, unterstreicht seine spezifische Rolle in der modernen Kopf-Hals-Chirurgie:

  • Strukturelles Konzept: Standard-Laryngoskope verwenden starre, geschlossene zylindrische Schäfte, während der FK-Retraktor einen breiten, nicht-tubulären Perimeterrahmen nutzt.
  • Offenheit des Operationsfeldes: Tubuläre Endoskope beschränken Sicht und Instrumente auf ein enges internes Lumen. Der FK-Rahmen bietet eine breite, offene Eintrittszone.
  • Instrumentenzugang: Geschlossene Tuben beschränken Instrumente auf nahezu parallele Eintrittswege. Die FK-Plattform ermöglicht eine weitwinklige Instrumenten-Triangulation.
  • Roboter-Kompatibilität: Tubuläre Endoskope können in der Regel nicht mehrere artikulierende Roboterarme aufnehmen. Die weite Apertur des FK-Retraktors ist speziell für den TORS-Freiraum konfiguriert.
  • Positionierungsanpassbarkeit: Während tubuläre Endoskope primär auf axialen Suspensionshebeln basieren, bietet das FK-System unabhängige Valventiefe, Valvenwinkel und eine flexible Arm-Arretierungsmechanik.

Was sind die Vorteile einer verstellbaren Valvenpositionierung?

Die Möglichkeit, Valvenwinkel und Insertionstiefe unabhängig voneinander einzustellen, bietet signifikante praktische Vorteile während der Operation:

  • Anatomische Konformität: Die pharyngealen Dimensionen von Patienten variieren stark. Unabhängige Tiefen- und Neigungseinstellungen ermöglichen es dem Chirurgen, die Hardware an individuelle anatomische Grenzen anzupassen.
  • Gezielte Retraktionskraft: Spannung kann präzise dort appliziert werden, wo eine Gewebeverdrängung erforderlich ist, wodurch unnötiger Druck auf benachbarte Nicht-Zielstrukturen vermieden wird.
  • Dynamische Expositionskontrolle: Wenn sich die prozeduralen Anforderungen während der Resektion ändern (z. B. Erweiterung von der Supraglottis in den Sinus piriformis), können Valventiefe und -winkel intraoperativ angepasst werden, ohne den gesamten Rahmen zu entfernen.

Wichtiger Hinweis zur chirurgischen Anwendung

Der FK-Retraktor (Feyh-Kastenbauer) ist ein spezialisiertes Medizinprodukt, das ausschließlich für den professionellen chirurgischen Gebrauch bestimmt ist. Systemmontage, Komponentenauswahl, Platzierung, mechanische Einstellung und intraoperativer Betrieb dürfen ausschließlich durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal erfolgen. Die klinische Anwendung sollte den offiziellen Gebrauchsanweisungen des Herstellers, den etablierten Krankenhausprotokollen und dem individuellen Urteil des operierenden Chirurgen entsprechen.

Fazit

Der FK-Retraktor (Feyh-Kastenbauer) stellt einen entscheidenden Fortschritt in der chirurgischen Exposition des oberen Aerodigestivtraktes dar. Durch den Ersatz starrer tubulärer Laryngoskop-Designs durch einen weitlumigen, nicht-tubulären Rahmen bietet das System chirurgischen Teams eine unübertroffene visuelle Klarheit und Instrumentenmanövrierbarkeit.

Mit seinen mehrachsigen Valvenwinkel- und Tiefeneinstellungen, den speziellen Weinstein-O’Malley TORS-Valven, dem flexiblen Spannarm und den integrierten Zubehör-Befestigungspunkten ist die FK-Plattform in einzigartiger Weise für die transorale Roboterchirurgie (TORS), Mikrochirurgie und Laserverfahren geeignet. Wenn er von geschultem chirurgischem Fachpersonal platziert und konfiguriert wird, bietet der FK-Retraktor eine sichere, statische und hochgradig anpassungsfähige Basis für komplexe Kopf-Hals-Interventionen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der FK-Retraktor?

Der FK-Retraktor (Feyh-Kastenbauer) ist eine spezialisierte Laryngo-Pharyngoskop-Retraktorplattform mit offenem Rahmen, die entwickelt wurde, um eine selbsthaltende chirurgische Exposition bei Kopf-Hals-Eingriffen im Bereich des oberen Aerodigestivtraktes zu gewährleisten.

Wofür steht FK beim FK-Retraktor?

FK steht für Feyh-Kastenbauer, benannt nach den wegweisenden Chirurgen, die das Konzept der nicht-tubulären Laryngo-Pharyngoskop-Retraktion mit offenem Rahmen entwickelt haben.

Was ist der FK-WO TORS-Retraktor?

Der FK-WO TORS-Retraktor ist eine angepasste Version des Feyh-Kastenbauer-Systems, die Weinstein-O’Malley-Valvengeometrien und Montageadapter enthält, welche speziell entwickelt wurden, um Arbeitsraum für Roboterinstrumente während der transoralen Roboterchirurgie zu schaffen.

Wofür wird der FK-Retraktor verwendet?

Er wird verwendet, um einen offenen, freihändigen chirurgischen Zugang bei TORS, operativer Mikrochirurgie, Laserchirurgie und allgemeinchirurgischen Eingriffen an Oropharynx, Larynx, Hypopharynx, Zungengrund, Supraglottis und Sinus piriformis aufrechtzuerhalten.

Kann der FK Retractor für TORS verwendet werden?

Ja. Die offene Rahmengeometrie und die speziellen Weinstein-O’Malley-Valven sind spezifisch darauf ausgelegt, den für robotergestützte Endeffektoren und 3D-Endoskope erforderlichen weiten Zugang zu gewährleisten.

Welche Bereiche können mit dem FK Retractor exponiert werden?

Das System unterstützt die Exposition von Mundhöhle, Oropharynx, Larynx, Hypopharynx, Zungengrund, supraglottischer Region, Sinus piriformis und dem oberen Ösophaguseingang.

Was ist der Zweck des nicht-tubulären Designs?

Das nicht-tubuläre Design eliminiert die geschlossenen Seitenwände standardmäßiger zylindrischer Laryngoskope und schafft einen breiteren Arbeitsbereich, der den visuellen Zugang verbessert und eine Weitwinkel-Instrumententriangulation ermöglicht.

Kann der Valvenwinkel eingestellt werden?

Ja. Der Retraktormechanismus erlaubt eine unabhängige Winkelverstellung nach oben und unten, um Zielgewebestrukturen anzuheben oder abzusenken.

Kann die Insertionstiefe angepasst werden?

Ja. Die Valvenbaugruppe ermöglicht eine kontrollierte Vorwärts- und Rückwärtsbewegung, um die Penetrationstiefe an die spezifische Patientenanatomie anzupassen.

Welche Valvenoptionen sind verfügbar?

Zu den verfügbaren Optionen gehören Mandibula-Valven (11 cm), konkave Larynx-Valven (17 cm), gebogene Zungenvalven (Standard, links-offen und rechts-offen), Weinstein-O’Malley TORS-Valven sowie kompakte Small TORS-Valven (links und rechts).

Enthält der FK Retractor Wangenhalter?

Ja. Das System umfasst zwei gebogene Wangenhalter, die am Basisrahmen befestigt werden, um das bukkale Gewebe vom Zugangskorridor fernzuhalten.

Enthält der FK Retractor ein Absaugrohr?

Ja. Ein 4,0 × 170 mm Rauchabsaugrohr ist enthalten, um Laserplume und elektrochirurgischen Rauch kontinuierlich aus dem Operationsfeld zu evakuieren.

Enthält das System einen Lichtclip?

Ja. Ein selbsthaltender Lichtclip mit lateralem Kabelanschluss wird mitgeliefert, um eine direkte Beleuchtung vom Retraktorrahmen aus zu ermöglichen.

Enthält der FK Retractor einen Zahnschutz?

Ja. Das Set enthält 10 Stück latexfreie, nicht autoklavierbare Zahnschützer, um das Gebiss des Patienten während der Rahmenplatzierung zu schützen.

Ist eine Sterilisationsbox enthalten?

Ja. Das komplette Set wird in einer robusten Sterilisationsbox geliefert, die für die organisierte Aufbewahrung der Komponenten, den Transport und die Autoklavierung konzipiert ist.

Wer sollte den FK Retractor platzieren und verwenden?

Der FK Retractor sollte ausschließlich von geschultem, qualifiziertem medizinischem Fachpersonal, wie HNO-Ärzten, Kopf-Hals-Chirurgen und TORS-Chirurgieteams, platziert und bedient werden.

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